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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG Ultraschall Die europäischen Fledermäuse sind ausnahmslos nachtaktive Insektenfresser. Zur Orientierung und zur Jagd verwenden sie ein Ultraschall-Echoortungssystem. Die heimischen Fledermäuse erzeugen ihre Ultraschallaute mit dem Kehlkopf und senden sie über das Maul oder die Nase aus. Die reflektierten Signale werden dann über die Ohren aufgefangen und analysiert. Achtung: die neueste Version dieses Programms ist Shareware und ruft Kosten hervor! Man unterscheidet grob zwei Lauttypen: 1. Frequenzmodulierte Laute (FM)
2. Signale mit konstanter Frequenz und Modulationen im Anfangs-und Endbereich (FMICF/FM).
Ultraschallimpulskenndaten (nach Daten von Schober 1987 und Schmidt 1991): Anzahl Pulse/ s Pulsdauer (ms) Pausendauer (ms) Zweifarbfledermaus 5-6 5-8 < 300 Breitflügelfledermaus 6-7 13,5 20-280 Abendsegler (nicht differ.) 8/3 6/25 100-260/220-480 Rauhhautfledermaus 8-10 5 100-125 Teichfledermaus 8-10 5-8 <180 Bartfledermaus 10-11 2,5-3 90-100 Fransenfledermaus 11-14 2 70-90 Zwergfledermaus 12/10,5 4-6/10 50-190 Wasserfledermaus 13 3-4 60-110 Mausohr (nicht differenziert) 12-20 2-3 50-90 Langohr (nicht differenziert) 20/5,4 2/7 180-300
Zu beachten ist, daß dies Kennndaten für den normalen Suchflug angegeben sind. Bei Annäherung an ein Objekt (Beutefang) wird die Anzahl der Pulse / s deutlich gesteigert, wobei die Pulslänge entsprechend verkürzt wird. Jede Fledermausart hat ein, selten mehrere, Signalmaxima in ihrem Frequenzspektrum, die einer bestimmten Jagdweise zugeordnet werden kann.
Abb. Signalmaxima (bezogen auf die Intensität nach Daten von Gebhard 1991):
Abb. Ortungslauttypen mit Zuordnung zu Jagdweise und -biotop (Schmidt 1991):
Literaturhinweise unter : Literaturliste
Auszug (mit freundlicher Genehmigung der Autoren und Herausgeber) aus der Veröffentlichung, sämtliche Rechte vorbehalten: Dr. Henrike und Holger Körber, Andrea Will, Gerhard Hilverkus: Bestandsaufnahme der Fledermäuse im Raum Wermelskirchen (Bergisches Land), 1995 |