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Fledermaus-Schutz

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

Ultraschall

Die europäischen Fledermäuse sind ausnahmslos nachtaktive Insektenfresser. Zur Orientierung und zur Jagd verwenden sie ein Ultraschall-Echoortungssystem. Die heimischen Fledermäuse erzeugen ihre Ultraschallaute mit dem Kehlkopf und senden sie über das Maul oder die Nase aus. Die reflektierten Signale werden dann über die Ohren aufgefangen und analysiert.

(Hinweis:  wir stellen ein älteres kostenloses (Freeware) Frequenzanalyse-Programm von Richard Horne mit Namen Spectrogram auf der Seite ANALYSEPROGRAMM zur Verfügung! )

Achtung: die neueste Version dieses Programms ist Shareware und ruft Kosten hervor!

Man unterscheidet grob zwei Lauttypen:

1. Frequenzmodulierte Laute (FM)

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2. Signale mit konstanter Frequenz und Modulationen im Anfangs-und Endbereich (FMICF/FM).

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Die in unserer Region vorkommenden Glattnasen erzeugen FM-Signale. Jede Art hat eine eigene Frequenzstruktur, Schalldruck und Zeitdauer der Signale.

Ultraschallimpulskenndaten (nach Daten von Schober 1987 und Schmidt 1991):

                                             Anzahl Pulse/ s           Pulsdauer (ms)          Pausendauer (ms)

Zweifarbfledermaus                     5-6                                 5-8                         < 300

Breitflügelfledermaus                   6-7                               13,5                        20-280

Abendsegler (nicht differ.)          8/3                               6/25                       100-260/220-480

Rauhhautfledermaus                    8-10                              5                            100-125

Teichfledermaus                           8-10                              5-8                         <180

Bartfledermaus                             10-11                             2,5-3                     90-100

Fransenfledermaus                      11-14                             2                            70-90

Zwergfledermaus                         12/10,5                         4-6/10                   50-190

Wasserfledermaus                       13                                  3-4                        60-110

Mausohr (nicht differenziert)     12-20                            2-3                         50-90

Langohr (nicht differenziert)       20/5,4                           2/7                          180-300

Zu beachten ist, daß dies Kennndaten für den normalen Suchflug angegeben sind.

Bei Annäherung an ein Objekt (Beutefang) wird die Anzahl der Pulse / s deutlich gesteigert, wobei die Pulslänge entsprechend verkürzt wird. Jede Fledermausart hat ein, selten mehrere, Signalmaxima in ihrem Frequenzspektrum, die einer bestimmten Jagdweise zugeordnet werden kann.

Abb. Signalmaxima (bezogen auf die Intensität nach Daten von Gebhard 1991):

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Abb. Ortungslauttypen mit Zuordnung zu Jagdweise und -biotop (Schmidt 1991):

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Literaturhinweise unter                    :       Literaturliste

Auszug (mit freundlicher Genehmigung der Autoren und Herausgeber) aus der Veröffentlichung, sämtliche Rechte vorbehalten:

Dr. Henrike und Holger Körber, Andrea Will, Gerhard Hilverkus: Bestandsaufnahme der Fledermäuse im Raum Wermelskirchen (Bergisches Land), 1995