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Fledermaus-Schutz

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

Satzung

beschlossen von der Gründungsversammlung am 10.09.1994 in Solingen

(Satzungsänderung §3 Abs. 4 beschlossen am 28.01.2005)

Präambel

Fledertiere, im Volksmund Fledermäuse, bewohnen seit mehr als 50 Millionen Jahren die Erde. In dieser Zeit hat die Evolution weltweit ca. 1000 Arten hervorgebracht. In den letzten Jahrzehnten hat der Mensch, besonders in den hochindustrialisierten Ländern, durch eine immer stärker werdende Veränderung der Umwelt bedrohlich auf die Existenz dieser Arten eingewirkt. Nicht nur in Nordrhein- Westfalen sind heimische Arten der Fledertiere ausgestorben oder stehen auf der "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen. Die Förderung des Schutzes dieser Fledertiere, als einer sehr alten, jedoch hochspezialisierten Art der Säugetiere mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, stellt sich heute als zu lösendes Problem in seiner komplexen Vernetzung zu vielen Lebensbereichen.

' 1 Name, Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen "Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen". Er hat seinen Sitz in Solingen und soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach Eintragung lautet der Name des Vereins "Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V.".

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

' 2 Zweck

1. Der Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i.S.d. Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2.Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Förderung des Tier-, Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes, insbesondere durch:

a) Aktivitäten zum Schutz der Fledertiere (u.a. Beratungstätigkeit, Bestimmung der auftretenden Arten, Pflege existierender Fledertierquartiere, Einrichtung von Ersatzquartieren, Erhalt und Erweiterung des Lebensraums der Fledertiere);

b) Wissenschaftliches Arbeiten zur Erfassung von Quartieren, Lebensräumen, Ernährungsgrundlagen und Verhaltensweisen der Fledertiere;

c) Organisation, Mitwirkung an und Unterstützung von Aufgaben anderer Verbände im Sinne dieser Satzung zur allgemeinen Verbesserung von quantitativen und qualitativen Faktoren des Fledertier-, Natur-, Umwelt-, Landschafts-, Denkmal-, Karst- und Höhlenschutzes, die das Überleben von Fledertieren fördern;

d) Zusammenarbeit mit Behörden, wissenschaftlichen Instituten, Einrichtungen und Körperschaften, Umweltschutzorganisationen, Naturschutzvereinen, Karst- und Höhlenforschervereinen, Einzelpersonen u.ä. die Aufgaben im Sinne dieser Satzung verfolgen;

e) Erwerb von Mitgliedschaften in anderen Körperschaften zum Zwecke der Erfüllung der Satzungsziele.

f) Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit (Herausgabe von fledertierkundlichen u.ä. Veröffentlichungen, Führung eines Archives, Durchführung von Informationsveranstaltungen, Seminaren, Ausstellungen u.ä.);

h) Heranführung der Jugend an den Gedanken zum Schutze der Natur, insbesondere dem Fledertierschutz (Jugendgruppe, Ferienaktivitäten, Zusammenarbeit mit Schulen u.ä.);

i) Förderung des internationalen Erfahrungsaustausches im Sinne dieser Satzung.

 ' 3 Mittelverwendung

 1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den "Trägerverein der Biologischen Station Mittlere Wupper" mit Sitz in Solingen. Der Trägerverein der Biologischen Station Mittlere Wupper hat dieses Vermögen nur unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden.

 ' 4 Mitgliedschaft

 1. Der Verein besteht aus Vollmitgliedern, Fördermitgliedern und Ehrenmitglieder.

 2. Die Mitgliedschaft als Voll- oder Fördermitglied ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Den Erwerb einer Vollmitgliedschaft müssen zwei Vollmitglieder des Vereins als Bürgen beim Vorstand schriftlich befürworten. Die Hauptversammlung entscheidet nur nach empfehlendem Beschluß des Vorstands abschließend über die Aufnahme eines neuen Mitgliedes mit einfacher Stimmenmehrheit.

 3. Zu Ehrenmitgliedern können Personen, die sich besonders um den Vereinszweck verdient gemacht haben, mit einfacher Stimmenmehrheit der Hauptversammlung ernannt werden.

 ' 5 Beendigung der Mitgliedschaft

 Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds, durch freiwilligen Austritt oder durch Ausschluß aus dem Verein. Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied. Er ist nur zum Schluß eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zulässig.

Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen in grober Weise verstoßen hat, durch Beschluß des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlußfassung ist dem Mitglied unter Fristsetzung Gelegenheit zu geben, sich hierzu zu äußern. Der Beschluß über den Ausschluß ist mit Gründen zu versehen und dem auszuschließenden Mitglied durch eingeschriebenen Brief bekanntzumachen. Gegen den Ausschließungsbeschluß des Vorstandes steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die Hauptversammlung zu. Die Berufung muß innerhalb von einem Monat ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand schriftlich eingelegt werden. Bei rechtzeitiger Berufung hat der Vorstand innerhalb von zwei Monaten die Hauptversammlung zur Entscheidung darüber einzuberufen. Geschieht dies nicht, gilt der Ausschließungsbeschluß als nicht erlassen. Wird Berufung nicht oder nicht rechtzeitig eingelegt, gilt dies als Unterwerfung unter den Ausschließungsbeschluß, so daß die Mitgliedschaft als beendet gilt.

Das Mitglied kann zudem auf Vorstandsbeschluß ausgeschlossen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages im Rückstand ist. Der Ausschluß ist dem Mitglied durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen.

Die Mitgliedschaft ruht nach Einleitung eines Ausschlußverfahrens, ferner bei Beitragsrückstand, sofern der Beitrag seit mehr als 3 Monaten fällig ist und der Vorstand den Beitrag schriftlich angemahnt hat.

Solange die Mitgliedschaft ruht, ist das Mitglied nicht berechtigt, Anträge zu stellen oder an Abstimmungen teilzunehmen, sowie die Leistungen des Vereins in Anspruch zu nehmen. Der Vorstand kann Ausnahmen von dieser Regel zulassen.

 ' 6 Mitgliedsbeiträge

 Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Festsetzung der Jahresbeiträge erfolgt durch die Vorstandschaft mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Vorstandschaft wird weiterhin ermächtigt, eine Beitragsordnung zu erlassen. Der Jahresbeitrag für das laufende Geschäftsjahr (= Kalenderjahr) ist am 1. Januar des betreffenden Jahres fällig.

 Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

 ' 7 Organe des Vereins

 Vereinsorgane sind der Vorstand und die Hauptversammlung.

 ' 8 Vorstand

 Der Vorstand besteht aus 1. einem Vorsitzenden, 2. einem stellvertretenden Vorsitzenden und 3. einem Kassierer; im übrigen können in einen erweiterten Vorstand bis zu maximal 2 Beisitzer

und ein Schriftführer gewählt werden.

 ' 9 Aufgaben und Zuständigkeit des Vorstandes

 Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht einem anderen Organ durch Satzung zugewiesen sind. Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere

- Vorbereitung und Einberufung der Hauptversammlung, sowie Aufstellung der Tagesordnung,

- Durchführung der Hauptversammlung,

- Ausführung von Beschlüssen der Hauptversammlung,

- Vorbereitung eines etwaigen Haushaltsplanes, Buchführung, Erstellung des  Jahresberichtes, Vorlage der Jahresplanung,

- Beschlußfassung über Aufnahmeanträge, Ausschlüsse von Mitgliedern,

- Gründung von Projekt- oder Fachgruppen zur Lösung bestimmter Aufgaben oder zur Förderung einer regen Vereinsarbeit.

Der Vorstand wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei der drei Mitglieder des Vorstandes (' 8 Nr. 1. bis 3.), darunter der Vorsitzende oder im Falle seiner Verhinderung der stellvertretende Vorsitzende, vertreten. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

 ' 10 Wahl des Vorstandes

 Der Vorstand wird von der Hauptversammlung gewählt. Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden. Die Mitglieder des Vorstandes werden für die Zeit von 2 Jahren gewählt. Der Vorstand bleibt bis zu einer Neuwahl im Amt. Mit Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstand.

' 11 Beschlußfassung des Vorstandes

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit.

Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die des stellvertretenden Vorsitzenden.

' 12 Hauptversammlung

1. Die Hauptversammlung ist mindestens einmal jährlich, möglichst im ersten Viertel des Kalenderjahres, durch den Vorstand einzuberufen.

2. Die Vollmitglieder sind unter Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte und unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen schriftlich einzuladen.

3. Der Vorstand kann jederzeit eine Hauptversammlung einberufen.

Hierzu ist er verpflichtet, wenn der dritte Teil der Vollmitglieder dies unter Angabe des Zweckes und der Gründe schriftlich verlangt. In diesem Fall sind die Vollmitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens einer Woche schriftlich einzuladen.

4. Jede ordnungsgemäß einberufene Hauptversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vollmitglieder anwesend sind. Sie gilt als beschlußfähig, solange die Beschlußfähigkeit nicht ausdrücklich festgestellt ist.

5. Stimmberechtigt sind nur Vollmitglieder.

' 13 Aufgaben der Hauptversammlung

Die Hauptversammlung hat folgende Aufgaben:

1. Die Entlastung des bisherigen Vorstandes.

2. Die Wahl eines neuen Vorstandes.

3. Die Wahl eines Kassenprüfers für die Dauer eines Jahres. Der Kassenprüfer hat das Recht, die Vereinskasse und die Buchführung jederzeit zu überprüfen. Über die Prüfung der gesamten Kassenführung hat er der Hauptversammlung Bericht zu erstatten.

4. Die Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Vorstandes, sowie des Prüfungsberichtes des Kassenprüfers.

5. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern.

6. Die Beschlußfassung von Satzungsänderungen.

7. Die Beschlußfassung über Anträge aus den Reihen der Mitglieder.

8. Die Beschlußfassung über alle sonstigen, ihr vom Vorstand unterbreiteten Angelegenheiten.

9. Die Beschlußfassung über den Abschluß von Rechtsgeschäften.

10. Dringende einfache Rechtsgeschäfte gelten als im Namen der Hauptversammlung auf den Vorstand übertragen.

11. Die Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins.

' 14 Beschlußfassung der Hauptversammlung

1. Die Hauptversammlung faßt ihre Beschlüsse in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

2. Die Beschlußfassung über die Satzungsänderungen bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Vollmitglieder.

3. Die Beschlußfassung erfolgt durch offene Abstimmung, soweit nicht ein anwesendes Vollmitglied geheime Abstimmung wünscht.

4. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

5. Die Wahlen erfolgen in freier, gleicher, geheimer und unmittelbarer Form.

' 15 Protokollierung

Über den Verlauf der Hauptversammlung ist ein Protokol zu fertigen, das vom Vorsitzenden und gegebenenfalls dem Protokollanten zu unterzeichnen ist.

' 16 Vereinsauflösung

Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluß der Hauptversammlung, wobei drei Viertel der anwesenden Vollmitglieder für die Auflösung stimmen müssen.