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Fledermaus-Schutz

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

Das Jahr 1996

Bericht von der Jahreshauptversammlung des Arbeitskreis

Fledertierschutz Solingen e.V. (AKFSG) vom 25.1.97

Nach der Begrüßung durch den Vorstand wurde ein Rückblick auf die Aktivitäten des Jahres 1996 mit Hilfe von Lichtbildern vorgetragen, darunter u.a.

* die Auseinandersetzung um die Sicherstellung der Renaturierung des Heidemoores "NSG Ohligser Heide" als ideales Jagdgebiet von Fledertieren und der Ausgang des Bürgerbegehrens zur Schließung des Heidebades,

* Bericht von einer Fahrt in das Hochmoor des Hohen Venns

* Kartierung, Planung, Vorschlag, Durchführung und Präsentierung des Patenschaftssystems von Fledertierkästen im Bereich der Ohligser Heide,

* Solinger Umwelttag 1996 in der Ohligser Festhalle und Fußgängerpassage

* Quartierverbesserungen im Burgfried von Schloß Burg an der Wupper in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe des RBN,

* gemeinsame Fledertierkastenaktion mit der NABU im oberen Teil des Pilghauser Bachtales,

* gemeinsame Bau- und Aufhängaktion von Holzfledertier- kästen mit der Waldschule Solingen, der Gesamtschule Wupperstraße und der Jungjägerausbildungsgruppe mit Schwerpunkt im Lochbachtal,

* Altbaumbestandsuntersuchungen in Solingen mit einem im Jahre 1996 von der Niehoff- Stiftung finanzierten Endoskop, sowie in mehreren Solinger Revieren,

* regionaler Grünzug Rhein bis Wuppertal:  Zur Unterstützung der Bemühungen zur Realisierung dieser elementaren "Halsschlagader" der überregionalen Biotopvernetzung halfen wir mit bei der Realisierung eines Tümpels durch den RBN im Blumental und beteiligten uns bei der Geländebesichtigung Piepersberg im Januar 1997, die, in Form eines Winterspazierganges unter fachkundiger Leitung von Herrn Fernand Willig, die Probleme der zukünftigen Bebauung deutlich vor Augen führte

* Bericht von der Sommerfahrt in das französich- spanische Grenzgebiet der atlantischen Pyrenäen

* erfolgreiche Pflege von hilflos aufgefundenen Fledertieren,

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u.a. einem großen Abendsegler und mehreren Zwergfledermäusen; einer Zweifarbfledermaus konnten wir nicht mehr helfen,

* Ergebnisse der Winter- Stollenkontrollen und deren Kartierungsergebnisse,

* Verlauf unserer gemeinsamen Mitgliederversammlungen mit BUND, NABU und RBN im Jahre 1996

* Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, u.a. Trägerverein Biologische Station Solingen;

Beitritt der Kreisgruppe Solingen des BUND als Mitglied im AKFSG,

Teilnahme an Veranstaltungen und Jahrestreffen der Landesfachgruppe Fledermausschutz NW in der NABU,

der AKFSG hielt im Jahre 1996 mehrere Vorträge über den Fledertierschutz: u.a.

Landschaftsbeirat der Stadt Solingen,

Jagdgenossenschaft Solingen,

SPD AG 60 plus Ohligs/ Aufderhöhe,

Waldschule Solingen in Verbindung mit der Werkgruppe der Gesamtschule Wupperstr.,

Landestagung der Höhlenforscher Nordrhein- Westfalens,

gemeinsames Monatstreffen BUND, NABU, RBN und AKFSG,

englische Höhlenforscher der Region MENDIP in Priddy und der Region YORKSHIRE in Ingleton

* das Presse - Echo

Die Ebene der internationalen Zusammenarbeit wurde am Beispiel der Tätigkeit des grenzüberschreitenden Arbeitskreises und seines von der Europäischen Union geförderten Projektes der Sicherstellung der Bunkeranlagen des 2. Weltkrieges in den Ländern Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande und Deutschland, vorgestelllt.

Die Finanzen des Vereins wurden durch den Bericht der Kassiererin erläutert und die Perspektiven für 1997 (Problem der Finanzierung eines Ultraschalldetektors und Anschaffung eines Scanners für die Dokumentation von Kartierungsergebnissen, Antrag auf Förderung durch den Öko- Fonds Solingen und die Niehoff- Stiftung, Antrag auf Bezuschussung durch das Land, Verträge, Mitgliedsbeiträge) dargestellt.

Als bisherige Projekte für das Jahr 1997 wurden angesprochen:

* Projekt Fledertierkastenbau:  die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe des RBN wird fortgesetzt,

* Projekt unteres Sengbachtal: Die Stadtwerke Solingen SWS sind angeschrieben und haben ihre Bereitschaft zur Fortsetzung der Artenschutzmaßnahmen rund um die Sperre und das Wasserwerk Glüder bekundet, jetzt müssen die möglichen Stollenöffnungen gemeinsam besichtigt werden und im Sommer kann ein fledertier- gerechter Verschluß von uns erfolgen

* Projekt Fledertierausstellung auf Schloß Burg: ein Sponsor für einen Schaukasten ist dank der Initiative von AKFSG- Mitgliedern gefunden worden, der "Schloßherr", Herr Dr. Soechting, ist angeschrieben, ein erster vereinbarter Termin kam nicht zustande

* Projekt Altbaumbestand: Fortsetzung des Endoskop- Einsatzes und Versuch Gebiete mit vielversprechendem Altbaumbestand zu erhalten, im "Jahr des Buntspechtes" (Vogel des Jahres 1997) sollte die positive Wirkung für die Baumhöhlenbildung und damit die natürliche Quartierbildung der Spechte herausgestellt werden

* Projekt Kartierung durch Rufanalyse: Absprache von Terminen für Frühling und Sommer 1997 für Aufnahme und Analyse mit PC; Schwerpunkte: u.a. die Gebiete der zukünftigen NSG

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* Projekt Umweltschutztag 1997: der Solinger Umwelttag 1997 wird diesesmal am 7.6.97 im Stadtteil Wald durchgeführt und steht unter Motto Mobilität und der AKFSG möchte die Möglichkeiten des INTERNETS darstellen,

* Projekt Gefährdung von Fledertieren durch hochfrequente und hochenergetische Strahlung: sollte die Finanzierung (ULB?) gesichert sein, werden wir im Rahmen der INTERNET- Aktivitäten eine weltweite Informationssuche und Auswertung betreiben; das Projekt steht im Zusammenhang mit einem Vorhaben in Solingen

* Projekt Presseinformation über Rote- Liste- Arten; In den zurückliegenden Diskussionen mit Solinger Bürgern haben wir festgestellt, daß kaum einer die Pflanzen und Tiere kennt, die vor seiner eigenen Haustüre aussterben.

Der AKFSG möchte den anderen Naturschutzverbänden vorschlagen, eine gemeinsame Initiative zu starten, um der Lokalpresse darüber eine Informationsserie zur Veröffentlichung anzubieten. Ziel soll eine qualifizierte Wissensvermittlung über diese Arten sein, die mit zu eine Versachlichung der Diskussion um die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz beiträgt.

Mit umweltfreundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. H. Pötzsch, Vorsitzender