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Fledermaus-Schutz

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V.AKFSG

Aufruf zur Zusammenarbeit bei der Erforschung von Schmetterlingen in unterirdischen Räumen

Von Jana Stepanek, Uelfeld, haben wir folgenden Aufruf von Libor Dvqrak, Tschechien, mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten:

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich im Südwesten Tschechiens (Böhmerwald) bei der Kontrolle von Fledermauswinterquartieren auch mit der Erforschung von Tag- und Nachtfaltern in Höhlen, Kellern, Stollen, Tunnels, unterirdischen Gängen, usw.

Zum Vergleich würden mich Ergebnisse aus anderen Gebieten (insbesondere Bayern, aber auch aus anderen Ländern) interessieren. Interessant wären primäre Angaben (Fundort, Art des unterirdischen Raumes, Arten sowie Anzahl der Schmetterlinge, Datum, Höhe über NN, Finder), aber auch spezielle Angaben wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit (so nah wie möglich am Schmetterling gemessen), Paarungsaktivität (kann selten an Überwinterungsorten festgestellt werden), Ansammlungen von Schmetterlingen, die sich berühren oder nah beieinander sitzen, die genauen Sitzplätze der Schmetterlinge (Wand oder Decke) sowie andere Details, die unwichtig erscheinen, aber zum besseren Verständnis einiger Gesetzmäßigkeiten ihres Lebens beitragen können.

In unterirdischen Räumen ist insbesondere der Höhlenspanner (Triphosa dubitata) häufig, ein unscheinbarer, gräulicher Schmetterling mit  zwei dunkleren Streifen auf den Flügeln. Er sitzt meist an den Wänden, manchmal nur wenige Zentimeter über dem Boden und erinnert an ein weitwinkeliges Dreieck. Auch die orangefarbene Zackeneule (Scoliopteryx libatrix) ist recht häufig. Sie sitzt lieber an der Decke und schaut aus wie ein Pfeil mit gezacktem Unterrand. Oft trifft man auch das Tagpfauenauge (Inachis io) an. Die namensgebenden "Augen" sind jedoch in Höhlen oder Kellern nicht oder kaum erkennbar, da diese Art dort mit zugeklappten Flügeln sitzt und einem schwarz-braunem, trockenen Blatt ähnelt. Neben diesen drei häufigen Arten kann man mit etwas Glück auch andere Schmetterlinge, vor allem Edelfalter, finden. Diese lassen sich meist auf den ersten Blick an der Federzeichnung der Flügel bestimmen. Seltener trifft man auch noch andere, meist kleinere, Spannerarten an.

Allen, die mir mit ihren Angaben (eigene Funde, aber auch Literaturhinweise zu diesem Thema, falls solche bekannt sind; in Tschechien gibt es diesbezüglich höchstens eine Handvoll Veröffentlichungen) helfen wollen, bin ich äußerst dankbar. Bitte schreiben Sie (möglichst auf englisch, aber auch auf deutsch) an:

Libor Dvorak

Sprava Narodniho parku Sumava

Biologicke oddeleni

CZ-34192 Kasperske Hory

Tschechien