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Fledermaus-Schutz

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

Womit gerechnet werden muß:

Zerstörung, Aufbruch,  Verschüttung und Vermüllung von Quartieren

Ein Beispiel für unverantwortliches Handeln von Mitbürgern sind die permanenten Vermüllungen der Stollen und Stolleneingänge. Es ist unglaublich, was hier alles nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn!" deponiert wird. Bei jeden Stollenkontrollen nehmen wir reichlich Abfall mit: zerschlagene Glasflaschen, zerschlagenes Porzellan, Dosen, Zeitungspapierstapel, alte Kleidung, Bauschutt, Baumaterialien und sonstiges sind noch harmlos. In einem Fall entfernten wir 5 Baulampenakkus und einen demolierten Feuerlöscher.

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Daran gewöhnt, immer den "Normalfall" zu sehen, fragt man sich, warum ein so massiver Schutz der Quartiere vor Störung notwendig ist. Schließlich bricht man bei seinen Nachbarn auch nicht ein oder begeht Hausfriedensbruch.

Es gibt vielfältige Interessen einen Stollen aufzusuchen. Zum einen ist es z.B. bei vielen Kindern und Jugendlichen Neugier und Abenteuerlust oder z.B. bei Nichtseßhaften der Versuch, ein Dach über den Kopf zu bekommen.

 Im "Normalfall" sind diese Personengruppen zu 99,999 % durch ein Gitter abgehalten und respektieren den Verschluß. Sorgen machen die 0,001 %, die nicht akzeptieren, daß der Schutz von vom Aussterben bedrohter Tiere hier Vorrang vor ihrem kulturellen Bedürfnis "Spaß zu haben" hat.

 Hochgerechnet ist 0,001 % z.B. von 160.000 Einwohnern Solingens eine Person. Entschließt sich diese Person kriminelle Energie zu entwickeln, so ist ein Verschluß nicht mehr zu halten.

 Eine Zerstörung eines Quartiers hat es bisher glücklicherweise noch nicht gegeben.

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Als bisher extremstes Beispiel kann der Aufbruch des Verschlusses des unteren Einganges der Kohlestollen in Glüdern genannt werden. Derjenige, der hier am Werke war, hat mit Hammer und Meißel mehrere Stunden daran gearbeitet, eine Ziegelwand zu öffnen um in das Quartier einzudringen.

 Ein weiteres Beispiel sind Brückenarbeiten am Eschbach. Die Baufirma hat schlicht und einfach den Verschluß aufgefext und den Stollen als Sickergrube für Schlammwasser benutzt. In der Photodokumentation kann das verbliebene mit dicken Schrauben gesicherte herausnehmbare Rohr erkannt werden.

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Ein weiteres Beispiel ist der Versuch, wohl mit einem Wagenheber, den Verschluß von Quartieren in Burg zu öffnen. Der Versuch, die Rohre so auseinanderzubiegen, daß ein Durchschlüpfen möglich wird, scheiterte. Nachdem wir diesen Versuch bemerkt hatten, brachten wir zusätzliche senkrechte Querverstrebungen an.

 Ein weiteres Beispiel ist das "Abladen" des Frustes darüber, daß ein Quartier plötzlich nicht mehr begehbar ist, indem der Eingang verschüttet wird. Mehrfach ist am Horizontalverschluß an der Wupper der Eingang mit Hangschutt verschlossen worden, so daß die Tiere nicht ein-, bzw. ausfliegen konnten. Inzwischen (1995) sind die Zuschüttversuche eingestellt worden, ansonsten hätten wir eine Betonplatte über die seitlichen Betonstützen legen müssen, was aber u.U. Einfluß auf das Mikroklima des Stollens nimmt.

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